Dienstag, 21. Dezember 2010

White Christmas

Weihnachten im Sommer. Nach 18 Jahren Weihnachten im winterlichen Deutschland, bei Kaelte, wird mir dieses Jahr ein komplett anderes Weihnachtsfest geboten. Ich nenne es einfach mal die windige Weihnacht. Natuerlich ist es warm, aber das brauche ich nicht mehr zu erwaehnen, momentan ist es aber auch eher der Wind, der das costaricanische Wetter bestimmt. Durch den ausbleibenden Regen seit Mitte November, ist das natuerlich eine schoen staubige Angelegenheit.

Um das gewohnte Weihnachtsfest noch ausreizend zu karikieren, wird es dieses Jahr am Strand verbracht. Nadia, Marie, Eirik und ich fahren nach Playa Conchal, an einen der schoensten Straende der Pazifikkueste. Das Hostel wird dort von einem Deutschen betrieben, ein minimales Heimatgefuehl kann also aufkeimen.

Der Abschlussjahrgang
Die letzten Wochen waren - ueberraschenderweise - doch nochmal anstrengend. Mit meinem Universitaetskurs Englisch ging es an die finale Klausur, die eigentlich alle recht gut gemeistert haben und somit sehe ich sie alle ab Januar wieder. In der Grundschule ging es an die Vorbereitung der Graduation, der Abschluss- und Zeugnisverleihung der 6. Klaessler. Das wird hier auch in der Grundschule gross gefeiert. Dafuer mussten Zertifikate geschrieben, Reden geuebt und Praesentationen erstellt werden. Am Samstag war es soweit und auch wenn es ein bisschen dreoge wurde, durch die Verleihung von Zeugnissen an 142 Schueler (wir hatten 6 sechste Klasen) war viel schoenes dabei. Ich werde die Tage mal Fotos reinstellen. Positiv war: Naechstes Jahr werden es 8 sechste Klassen sein, so muss man es sehen.
Die Englischlehrer

Mit dem Kollegium gab es zur Weihnachtsfeier ein ganzes Schwein zum Essen. Das bekommt die Schule jedes Jahr geschenkt.

Die Freiwilligen haben sich jetzt weitestgehend verabschiedet. Wir sind noch 7. Die letzten Abfahren stehen aber noch aus, so dass so richtig nur 2, Eirik und ich, in das naechste Jahr starten. Dann kommen 40 neue Freiwillige und ich bekomme 2 neue Gastschwestern, 2 Daeninnen.

Am 27. geht dann das Reisen los. Momentan haben Nico, Jill und ich uns Montezuma, Manuel Antonio und Panama vorgenommen. Aber bekanntlich kann sich so etwas ja nochmal spontan aendern.
Gabi und ich am letzten Schultag

Ansonsten geniesse ich meine Freizeit und sonne mich. Schoen im Dezember.

Ich wuensche allen ein frohes Weihnachtsfest (in der Kaelte) und verbleibe herzlichen Gruessen.

Freitag, 19. November 2010

Neues aus der Anstalt

Liebe Umwelt,
die letzte regulaere Schulewoche wird naechste Woche zumindest in der Aplicacion eingelaeutet, in der Community School zwar noch nicht, aber das ist ja auch weniger Arbeitsaufwand. Die letzte Grundschulwoche in diesem Schuljahr ist vollgepackt mit 13 Exams. Danach wird dann nur noch Fussball gespielt.
Die Klasse 5-2 und der Aushilfsklassenlehrer
Die Schule an sich gefeallt (sagen wir das erstmal so, bis ich in meinen Berichten weiter vorstosse) mir wirklich immer besser. Alle sind unglaublich nett, natuerlich gibt es die typischen Institutionsleichen und Miesepeter, generell gesehen kann man aber gut arbeiten dort. Vor allem wird einem unglaublich viel vertraut. Balby und ich sind inzwischen perfekt eingespielt und deswegen unterrichte ich immer mehr alleine und sie halt auch mal und wir teilen uns unsere Arbeitszeit somit besser ein. Inzwischen kann ich mich dann sogar schon Klassenlehrer einer 5. Klasse nennen, denn so schnell geht das hier in Costa Rica. Auf Grund von Krankheit und Personalnot muessen die Englischlehrer halt gerne mal einspringen. Da die Klasse aber super nett ist, kuemmert man sich ja gerne um sie.
Ja! Balby mag Fotos wirklich!
Die Schule an sich ernscheint mir leider nach gestern nun aber ein bisschen verrueckt. Wenn nun die 60 Lehrerinnen und die 6 angestellten Maenner zusammen feiern, geht es ausserordentlich kindisch und vulgaer rund.
Momentan wird ueber die Verteilung des Unterrichts fuer das naechste Jahr heiss diskutiert und mir wurde einerseits 1., 2., 6. angeboten mit Balby oder 5. und 6. mit einer anderen Lehrerin. Auch wenn mir die groesseren hier mehr Spass bringen, werde ich denke ich mal Balby nicht im Stich lassen und weiterhin den BINGO-Song vor mir hin traellern und damit 1. Klaessler gluecklich machen. (Zur Anschauung: http://www.youtube.com/watch?v=-X27SvknJ00)
Lehrerparty... Ratet mal, wer darunter sitzt...

In der Community High School bleibt es jedoch ernst. Fuer meine Englischgruppe steht am 7. Dezember das wichtige Schlussexam an und deshalb gibt es noch einiges bis dahin zu arbeiten.

Dieses Wochenende wir dafuer jetzt mal ausgesprochen ruhig angegangen. Vielleicht wird spontan nochmal weggefahren oder einfach nur am Pool gelegen. Spontanaetiaet ist das Zauberwort.

Der Sommer haelt hier mehr und mehr was er verspricht. Es wird trockener und wirklich heiss, dafuer bekommen wir eindlich ein bisschen wind. Yiha.

Ueber Weihnachten werde ich dann auch hier bleiben und es mit meiner Gastfamilie und meiner dann einen verbliebenen Mitbewohnerin zelebrieren. 5 andere Volunteers sind dann auch noch in der Stadt. Zu Neujahr werd ich dann wohl mit Jill und Nico im schoensten Nationalpark Costa Ricas verweilen und im Januar soll es mich dann auch noch mit Nico nach Mexiko treiben.

Ansonsten wuensche ich allen einen schoenen kalten Winter und hoffentlich Schnee. Der letzte Winter war so hart, ich finde es total fair, mal einen zu ueberspringen.

Lieber Gruss!

Donnerstag, 4. November 2010

Tatsachen

1. Kapitel: Nicaragua

Damit mein Aufenthalt in Costa Rica weiterhin geduldet wird, musste ich das Land verlassen. Mein Mehr-oder-weniger-Visa gilt nur fuer 90 Tage. Das haette zwar noch gepasst, genauso gut hat aber jetzt die Reise in die Planung gepasst. Liberia selbst liegt ca. 1 Stunde Busfahrt von der Grenze entfernt und ist somit einfach erreichbar. Um 5:30 fand man sich also in der Busstation zum Aufbruch ein - mehr oder weniger wach - und wir erreichten gegen 7 dann die Grenze.

Grenze und Grenzkontrollen sind nicht als solche zu definieren. Nachdem man von einem muffeligen Beamten einen Ausreisestempel erhalten hat, wandert man ca. 500 Meter zu einem Holzunterstand, unter dem ein Mann hockt, der dann hochprofessionel fuer eine Millisekunde auf den Ausweis blickt, ein "Hmmhmpf" von sich gibt und einen dann weiterwinkt. Schwieriger ist die Bewaeltigung geschicktewr Geschaeftsleute im Alter von 6 bis 7 Jahren, die sich einem anbieten um den Weg durch die naechsten Grenzschritte zu weisen und einem dann am Ende 9 Dollar abluchsen. Auch wir hatten so einen an der Backe. Im Prinzip fragt man sich auch die ganze Zeit wofuer man bezahlt. Die Grenze ist eigentlich nur bezahlen. Man bezahlt 24 Dollar um die Eintrittsgenehmigungen zu erhalten, dann ploetzlich wieder einen Dollar, dafuer das man eine Schranke passiert. Kostspielig.

Blick auf Ometepe von der Faehre
Hat man die Grenztortur ueberstanden erblickt man ersteinmal eine andere Welt. Was in Costa Rica Armut bedeutet ist in Nicaragua noch gar nichts. Die Leute sind zu Teilen immer noch auf Pferdekarren unterwegs und leben vom Tauschhandel, fuer ein Softgetraenk bekommt man dann mal ca. 3 Bananen. Abgesehen davon ist das Land landschaftlich malerisch. Unser erster Umsteigepunkt in Rivas war zwar nicht so unglaublich schoen, der eigentliche Ankunftspunkt, die groesste Seeninsel der Welt, Ometepe, jedoch schon. Nachdem wir uns nicht haben verarschen lassen (eine nett aussehende Dame wollte uns eine Busfahrt vom Faehranleger zum Hostel bestellen fuer garantiert nur 5 $, die sich im Laufe des Gespraechs als 40 entpuppten) und einen ziemlich guten Preis fuer einen Minivan vom Anleger zum Hostel ausgehandelt hatten (2 $ pro Person) erreichten wir an unser kleinen, abgelegen Herberge. Fuer 3 $ die Nacht bekommt man ein Bett und eine Gemeinschaftsdusche/-toilette. Problematisch: Rundherum war NICHTS, dafuer hatte die Herberge ein kleines Restaurant und da haben wir dann (mehr oder weniger) koestliche Speisen zu uns genommen.

Blick auf einen der Vulkane
Nach einiger Ueberredungskunst waren auch die Damen ueberzeugt, dass wir eine kleine Wanderung am Fusse des Vulkanes unternehmen sollten. Dort stiessen wir zufaellig auf fuerchterlich nette Einheimische mit perfekten Englischkenntnissen. Die Tochter gab uns gleich eine Privatfuehrung zu einem coolen Aussichtspunkt und allem, was in der knappen Zeit sonst so moeglich war. Sobald es dunkel wird, soll man sort naemlich nicht mehr wandern: A) Schlangen kommen heraus, B) 2 deutsche Touristen sind da mal verloren gegangen, fuer mich also eher nicht ratsam dann.

Ojo del Agua
Den Abend verbrachten wir plauschig ohne Strom, eine Stunde auf Essen wartend im unteren Teil des Hostels, bis wir frueh schlafen gingen. Der naechste Tag wurde mit einem minimalistischen Fruehstueck eingeleitet (wer mag schon verschimmeltes Toastbrot?) und dann machten wir uns auf unsere angeblich 40-minuetige Wanderung zu "Ojo del agua", dem "Auge des Wasser". Dies ist eine Naturquelle in der man herrlich schwimmen kann. Als wir nach 30 Minuten realisierten, dass die Wanderung wohl doch laenger als 40 Minuten werden wuerde, kam das Wunder herbeigefahren: Ein leerer Pickup Truck, der uns auf seine Ladeflaeche nahm! Nice!

Blick aus dem Bus Rivas - Granada in Granada
Auf dem Weg nach Granada erlebte ich dann meine schlimmste Busfahrt. Die nicaraguanische Art des Busfahrens ist etwas speziell. Regel 1: Ein Bus ist NIEMALS voll. Auch wenn sich Menschen stapeln oder auf dem Dach sitzen, einer geht noch rein. Regel 2: Ein Bus hat 3 Menschen: ein mehr oder weniger aufmerksamer Fahrer und 2 Spassmacher, die die Menschen in den Bus pressen. Somit heisst die Devise: Teilt euren Schweiss. Ich beschwer mich nie wieder ueber nen vollen Bus auf der Linie 5...

Unser kleines Hostel "Esfinge"
In Granada hatten wir ein geniales Hostel. Die Herbergsmutter war super nett, nach zehn Minuten waren wir alle ihre "Corazones" und sie gab uns super Tips unsere Zeit in Granada zu verbringen und wo man gemuetlich essen kann. So hatten wir schnell ein Stammlokal und sind die erste Nacht ersteinmal nett feiern gegangen im Nachtleben Granadas, welches tatsaechlich einigermassen floriert. Ansonsten gab es Sightseeing, schwimmen in einem versuchten See, Besuchen der "Isletas de Granada" und der dazugehoerigen Affen und das Besteigen des "Mirador Katarina" eines herrlichen Aussichtspunktes in der gleichnamigen, kleinen Stadt an einem Berghang.

Ein Affe :D
Nach 3 Naechten war es genug Granada und es ging zurueck gen Liberia. Auf der Busrueckfahrt haben wir blind einem der 2 unterhaltenden Menschen im Bus vertraut, der uns eine alternative Fahrtroute ans Herz legte, die sich als tatsaechlich effektiv bewies. Haetten alle ihre Rueckflugtickets dabei gehabt waeren wir auch den umgekehrten Weg (gleiche Ausgaben an Dollars) problemlos durch die Grenze gekommen. Schade.

2. Kapitel: Leben

Ingrid und ich auf einer Insel irgendwo im See
Ich lebe noch. So viel steht fest. Wahr ist aber auch, dass ich wirklich viel arbeite, aber es weiterhin (meist) Spass bringt. Mehr und mehr stelle ich fest, dass einige Angestellten (Chefetage!) der Schule ein bisschen verwirrt zu sein scheint, aber das soll wohl so sein. Manche Kinder sind aber auch verrueckt. Meine Top 1 diese Woche. Leo, urspruenglich aus Nicaragua, veruscht Anthony in der Pause der Klasse 2-3 das Auge mit der Spitze eines Regenschirm einzustechen. Man. Gott sei Dank verfehlt er und kann nur einen Wangentreffer inklusive Blutung erzielen. Disziplinarische Folgen fuer ihn inklusive.

3. Kapitel: Wetter

Die Unwetter in Costa Rica sind auch hier spuerbar, aber nur im dauerhaften Regen. Uns geht es gut, nicht so wie den Leuten in Escazu. Man hatte ihn geraten ihre Haeuser zu verlassen, doch manche wollten das nicht zulassen. Als gewaltige Wassermassen vom nahegelegen Berg runterstuerzten, hat es sie und ihre Hauser mitgerissen. Heute waren alle Schule in Costa Rica (ausser meiner...) geschlossen. Das Wetter soll sich aber bessern.

4. Kapitel: Abschiedsgruss.

Tschuess.

5. Kapitel: Mir geht es gut!

Mir geht es gut!

Donnerstag, 21. Oktober 2010

ABC-Liste



Kennt noch jemand Frau Wacker? Ja, da war was. Und vor allem waren da ABC-Listen. Da ich denke, dass ich meinen Blog unterhaltsam halten sollte, gibt es heute eine ABC-Liste. Na man, was ne Idee. Ich werde die Fertigstellung hoffentlich bald erledigen. Momentan muss man sich mit dem zufrieden geben ;).

A - Aplicacion: Das ist der Name meiner Schule. Die ist auch eigentlich sehr schoen und versucht die absolute Vorzeigegrundschule in Guanacaste zu sein. Wenn man mal genauer reinblickt, entpuppen sich aber die Abgruende der Schule, die schon bei der Direktorin anfangen. Aber man soll ja nicht ueber seinen Arbeitsgeber oeffentlich herziehen. Das Arbeiten macht auf jeden Fall Spass!

B - Bohnen: Neuer Hauptbestandteil meines Lebens. Bohnen esse ich durchschnittlich 2 mal taeglich. Die Option auf ein drittes Mal (Fruehstueck) habe ich freundlich abgelehnt und mich fuer Cornflakes entschieden.

C - Cafe Liberia: Das ist wichtig. Cafe Liberia ist wohl das trendigste und gemuetlichste Cafe in der Welt. Dort sind alle entspannt und man kann einfach auch kopmplett abschalten. Geheimtipp!
Community College: Dort unterrichte ich meine Kurse in Deutsch und Englisch fuer die Groesseren. DIe finden aber auch in der Aplicacion Schule statt.

D - Daleysha: Daleysha ist die Placement Supervisorin, die sich um unsere Arbeit kuemmert.

E -

F - Feiertage: hat Costa Rica einige und vor allem viele arbeitsfreie Tage.Was soll´s, tut gut.

G - Guancaste ist die Region in der ich wohne. Liberia ist die Hauprstadt.
Guanaburger: Der wohl bester Burgerladen der Welt. Und dann noch super guenstig! Grossartig

H -

I - ICE: ICE ist mein Telefonanbieter. Der hat leider auch einige Ausfaelle und das mehr als regelmaessig. Immerhin kann cih eine SMS fuer 2 Colones, ca. 0.0001 Cent schreiben. Wow.

J -

K - Kirche: Die Kirche ist hier sehr wichtig. Die groesste steht in Liberia am zentralen Park. Manche nehmen die Religion hier sehr strikt und vor dem UNterricht wird bei meiner Lehrerin (Balby) auch gebetet.

L - Liberia: Eigentlich ist Liberia ein Nest. Der Stadtkern ist winzig. Gross wird das ganze durch diverse Nachbarschaften. In so einer wohne ich auch. In Liberia kennt man sich schnell, so dass man jetzt schon jede dritte Person auf der Strasse gruesst. Liegt natuerlich auch an den rund 450 Schuelern, die ich unterrichte.

M - Maxi Bodeaga ist der Supermarkt meines Vertrauens. Dort kaufe ich alle Belange des taeglichen Lebens sicher ein.

N - Noten werden hier mehr oder weniger verschenkt. An manchen Stellen ist das Costa Ricanische Schulszstem ein Witz und erklaert erhebliche Bildungsprobleme bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

O - Orientierung ist in Liberia einfach. Alles ist in Bloecken, aehnlich dem amerikanischen System organisiert. Jede Laengsseite eines Blocks ist 100  m lang. Da ist keine Adressen gibt, ist dass die Hauptorientierung.

P - Playa: Der Strand ist immer einen Besuch wert. In der Umgebung gibt es einige, die schoensten sind aber laengere Reisen entfernt. Favoriten bisher: Samara  und Tamarindo.

Q -

Zum Abschluss noch 3 Bilder aus San Jose:

R -

Montag, 11. Oktober 2010

Abwaerts

Liebe Aussenwelt,
dieses Wochenende hiess es entspannen. Am besten entspannen laesst es sich ja nun einmal bei einem Erdbeben. Dieses durfte ich Freitag geniessen. Ploetzlich wackelte mein Bett und mit dem Bett dann das Haus. Das steht aber noch. Am schlimmsten war es wohl in San Jose, in sicherer Entfernung spuerte man nur ein Ruckeln und ein 2-minuetiges Funkloch. Allerdings durfte ich auch richtig entspannen. Und zwar an 2 Straenden, einmal Playa Ocotal und einmal Playa Samara. Es war herrliches Wetter und grossartiges Wasser. Vor allem in Samara waren die Wellen doch ansehnlich! Am Samstag abend sind Daniela, Camilla und ich dann nach Barra Honda gefahren und sind unter anderem am Sonntag in eine 41 Meter tiefe Hoehle geklettert. Wau. War aber wirklich ganz schoen krass. Die Fotobeweise sind angehaengt.
So weit sei vom Wochenende berichtet. Jetzt muss gearbeitet werden!



Donnerstag, 7. Oktober 2010

5 Wochen

Fuer alle, die es noch nciht bemerkt haben: Ich bin jetzt seit 5 Wochen in Costa Rica. Ja man. Und anfuehlen tut es sich irgendwie schon wie 2 Jahre, denn ich bin so arg beschaeftigt hier, dass das Zeitgefuehl dich verfluechtigt und ein ganz normaler Wochentrott sich eingestellt hat.

Die 3 Schockmomente dieser Woche: Erstens, ploetzlich haben wir eine Putzfrau. Als morgens ploetzlich eine fremde Frau in unserem Kuehlschrank rumfummelte, wahr mir klar, dass irgendwas neu sein muss. Die gute Marta kommt nun 2 mal die Woche und raeumt auf. Auch gut, Mercedes waescht dafuer jetzt ca. 4 mal die Woche meine Klamotten. Was bei einem Verschleiss von 2-3 Shirts/Hemden pro Tag auch fast schon nicht mehr ueberdimensioniert ernscheint. Zweitens, Lisa ist weg. Fuer alle, die nicht wissen wer Lisa ist, was so ziemlich jeder Lesende sein wird: Lisa ist nett. Und Lisa war meine Arbeitskollegin an der Escuela Aplicacion. Sie kommt aus Mannheim und in den letzten Wochen haben wir uns bei Arbeit und Freizeit blenden verstanden. Als sie gestern in der Schule den Schuelern tschuess gesagt, wurde mir bewusst, dass das bei mir auch bald kommt und wie gerne ich eigentlich all die Rabauken und Nervensaegen jetzt schon habe. Am Bus war es dann noch trauriger. Der erste Abschied von vielen. Drittens: In der Schule waren ploetzlich einem Schrank eine Katze und die 4 Neugeborenen Kaetzchen. Und das war unglaublich suess. Die Schule soll wohl ein kleines Katzenhospital sein.

Letzte Woche war dann auch muendliche Pruefung in meinen fuenf 1. und sechs 2. Klassen. Oh mein Gott. Diese Kinder lernen einfach zuhause gar nicht und die Eltern interessiert es nicht. Denn wenn ein Kind auf die Bilder von einer Tomate, einer Banane und einem Apfel zeigt und nur "Fish, Fish, Fish" sagt, dann kommt wir die Wut aber maechtig. Was soll´s, gibts halt ne schlechte Note. Dafuer werden die jetzt gedrillt. Ha!

Ansonsten haben Daniela und ich momenten eine 2er-WG zuhause und das ist auch eigentlich sehr entspannt. Am Wochenende fahren wir mit Camilla, Heddy und Victor nach Bara Honda, ein Naturreservat im Regenwald, wo Projects Abroad auch Projekte anbietet. Wir fahren aber nur fuer 2 Tage. Geruechten zu Folge wohnen Vogelspinnen in den Zimmern. Daniela findets doof, toll find ich es auch nicht, wir werden sehen.

Mir ist aufgefallen, dass hier so gut wie kein Bild von mir drauf ist. Also werd ich das mal versuchen naechste Woche zu aendern. Denn ich bin braun. Welch Wunder.

Macht es gut und immer dran denken: ¡Pura Vida!

Mittwoch, 29. September 2010

Fotobericht 1: Meine Arbeit

Im Unterricht der Klasse 2-3.
Ezekiel gibt es eigentlich auch im Hochformat - aber scheinbar nicht bei Blogspot. Also wird dieser Beispielschueler leider auf der Seite gezeigt.

Ein Teil unseres Schulhofs. Die Schule ist wirklich gross. In jedem Jahrgang gibt es 6 - 8 Klassen mit durchschnittlich 25 Schuelern. Dementsprechend voll ist es halt auch. Links am Bildrand: Die widerspenstige Maria.
Meine 2 Lieblingsklassen...
Die Klasse 1-3

Die Klasse 5-2
Und nochmal Schulhof

Sonntag, 26. September 2010

Was seither geschah...

Es regnet. Und das ist nicht mehr nur der taegliche Nachmittagsregen, das ist aggressiver Dauerregen, der dieses Wochenende reichlich nass werden laesst. Unsere Strasse ist als solche nicht mehr zu bezeichnen, denn sie ist eigentlich nur Wasser. Selbst Taxifahrer fuerchten sie schon, doch genau die Taxis sind unsere einzige Moeglichkeit, Kontakt zur Aussenwelt aufzunehmen.

Letzte Woche war anstrengend. Ich arbeite wirklich viel und geniesse nicht nur den heiteren Mittagssonnenschein, fuer die, die das immer noch glauben. Ich hasse inzwischen die Haelfte der Zweitklaessler, aber das muss wohl so sein. Wenn man ihnen mit einem Boletta (der Brief, der den Eltern mitteilt, dass sich ihr Kind unmoeglich verhaelt und deshalb 10 Punkte von 100 in seiner Verhaltensnote verliert) droht, dann sind sie eigentlich recht still. Naechste Woche gibt es die Score Cards fuer die 2. Periode und ich arbeite ein bisschen weniger. Immerhin. In einer zweiten Klasse ist ein leicht verstoertes Kind. Als ich Balby gefragt habe, was mit ihr los ist, war ihre Antwort simpel und man musste ersteinmal einen Moment nachdenken: "Ihr Vater ist gleichzeitig ihr Grossvater." Grausam.

Ich unterrichte jetzt noch einen Leistungskurs Englisch abends. Und das bringt richtig Spass. Das sind 10 Schueler und mit denen kann man super arbeiten.

Freitag haben wir unser eigenes Liberia-Nachtleben geschaffen. Bis um 4 Uhr nachts haben wirklich so gut wie alle Freiwilligen zusammen gefeiert, das war ziemlich cool! Dementsprechend lahm war dann aber auch der Samstag und auch der heutige Sonntag.

Naechste Woche kommt wieder ein sprachlich schoenerer Eintrag und dann auch WIRKLICH Fotos von der Schule. Dann natuerlich nmoch Glueckwunsch an Nicolas, er hat als einziger meine Adaption von Marc-Uwe Kling im letzten Blogeintrag entdeckt. Aber wie haettet ihr das auch machen sollen? Was solls´s.

¡Pura Vida!

Samstag, 18. September 2010

2-wöchiges Jubiläum

Oh wow. Wie die Zeit vergeht. Aber eigentlich fühlt es sich gar nicht wie 2 Wochen an, sondern schon wie 2 Monate. Das Einleben hat gut geklappt. Das freudige Ereignis, mein Jubiläumstag, habe ich aber nun auch irgendwie wie jeden anderen verbracht, ich nehme ihn aber trotzdem zum Anlass um einen durchschnittlichen Schultag mal Revue passieren zu lassen.
7:40 – 8:20 Uhr, Klasse 2-1
Die aggressive Maria mag mich plötzlich. Nachdem sie mich am Montag äußerst freundlich darauf hingewiesen hatte, dass sie mich wohl nicht möge und auch in Zukunft wenig reelle Chance bestünde, dass sie jemals Sympathie entwickelt, trifft mich die neubekundete Zuneigung doch etwas plötzlich. Die Lehrerinnen von der Sonderpädagogik hatten mir bereits mit auf den Weg gegeben, dass Marias Zu- und Abneigungen recht schnell umschwenken können.
8:35 – 9:15, Klasse 2-3
Wer’s bis jetzt nicht wusste: Old MacDonald had a farm, hiheihiheihoooo. Dadurch, dass ich dieses Lied noch nie wirklich mochte, gefällt es mir beim sechsten Mal anstimmen in dieser Woche auch nicht besser. Da die Tiere aber nun einmal auf dem Lehrplan in Klasse 2 stehen habe ich da keine Chance.
9:15 – 9:55, Klasse 2-4
Ich hasse inzwischen Tiere, mag aber dafür die Klasse. Die sind super drauf und wenn man sich mal richtig mit ihnen beschäftigt und ihnen hilft (daran mangelt es in Costa Rica bei den Lehrkräften ein wenig), dann haben sie auch gute Laune und Spaß. Wenn die wüssten, dass bald ein Test ansteht.
9:55 – 10:30, Klasse 2-2
Tiere sind super, finden zumindest die Kleinen und gehen in tierischen Rollen in unserem Super-Rollenspiel blühend auf. Auch wenn sie ungefähr das Regenwurm-Gedächtnis haben und nach 2 Sekunden den Satz „Hello, I am a horse!“  wieder vergessen haben, macht das Ganze irgendwie Spaß.
13:10 – 13.50, Klasse 5-2
Okay, ein paar Fans sammelt man schnell, wenn man an einer Grundschule arbeitet, aber in einer Stunde kommen heute scheinbar 24 dazu. Die ganze Klasse ist irgendwie total angetan von der Vorstellung, dass jemand aus Deutschland kommt, um ihnen Englisch beizubringen. Dass das nicht nur so ist verschweige ich ihnen und genieße die Stille und Aufmerksamkeit im Unterricht.
13:50 – 15:20, Klasse 1-5
Während ich mit einem Gähnanfall kämpfe, tut sich die Klasse  damit schwer ihre Hyperaktivität in den Griff zu bekommen. Das, was wir bisher mit den Klassen 1-1 bis 1-4 gemacht haben, passiert dann heute mit der 1-5 in der Doppelstunde und die immer gleichen Fehler nerven mich zwar langsam aber ich übe mich in Geduld. Der Leistungsstand der ersten Klassen klafft leider weit auseinander, in dieser Gruppe können manche nicht lesen und somit ist es kein Wunder, dass bei Vorlesen die Tomate plötzlich zur „Carott“ wird. Alle bei der Stange zu halten ist hart.
15:20 – 17:00, Klasse 1-6
Balby liebt diese Gruppe. Ja, sie sind nett, ruhig nur leider ein bisschen dämlich. Die Stille rührt glaub ich nur daher, dass sie einfach nicht wissen, was sie sagen sollen. Da liegt noch viel Arbeit vor uns.
Eigentlich hätte ich jetzt noch Community Class von 18:00 – 19:30 zum Unterrichten, doch mir wird zum 2-wöchigen Jubiläum ein Abendessen geschenkt. Na gut, allen Freiwilligen, weil das nuneinmal einmal im Monat so ist, aber was soll’s, schmecken tuts trotzdem. Das Restaurant gehört einem Deutschen, genauer einem Bayer, er beschimpft mich als Erstes als Fischkopp und lädt mich dann zum Sonntag zum Oktoberfest ein.
Na dann Prosit.

PS: Bald gibt’s auch mal Bilder von der Arbeit.

Dienstag, 14. September 2010

Aua und Aua

Meine Lieben.

Nachdem wir am Wochenende mit vielen Freiwilligen eine Kindertagesstaette aufgepeppt haben (siehe Vorher-Nachher-Beweis) sind wir nach Tamarindo gefahren. Total touristischer Strand, aber witzig. Dort hatten wir eindeutig viel Spass, bis ich im Wasser auf so einen dummen, aggressiven Fisch getretetn bin, der mir 3 Stunden angeschwollenen Fuss verschafft hat. Die Busfahrt war zudem die Hoelle. Der Bus hat an den Bergen mehrmals fast schlapp gemacht, auf der Ruecktour war er 2 Stunden zu spaet...
In Liberia ist im Moment grosse Zelebration der Unabhaengigkeit und dementsprechend wenig Unterricht.
Das war´s auch vorerst. Eventuell kommt die Tag emehr, jetzt muss ich arbeiten. :)
Vorher...
Nachher
¡Pura Vida!

Montag, 6. September 2010

Wochenendbericht

Holá.
Zuerst einmal will ich hier mit Nico ins reine kommen. Bevor er mir hier Geld abknuepft, bekommt er einen Verweis auf seinen brandneuen Blogeintrag, den ihr genau hier findet: aqui!
Das Wochenende war genial. Ich war im Nationalpark Palo Verde mit den anderen und habe Moskitostiche gesammelt. Aber dafuer habe ich auch Affen gesehen und jede Form von Echse. Ziemlich geil. (siehe Bilder) Am Abend haben wir uns hier in der Stadt vergnuegt, zusammen getrunken, ein sehr amuesantes Spiel gespielt und versucht mit Kevin Geburtstag zu feriern - fuer ihn war leider aber um 12 schon der Pegel angestiegen und ob er den Geburtstag genau wahrnahm wissen wir nicht - am naechsten Tag erschien er zumindest nicht^^.

Dann waren wir am Playa Hermosa. GENIAL! Pazifikwellen und -sonne sind grossartig. Mein anfaenglicher Sonnebrand jedoch nicht, aber die (von Nico in Daenemark ausreichend erprobte) Aftersun hat meinem Koerper nun Braeune verliehe. Juhu.
Morgen ist mein erster Arbeitstag. Mein Stundenplan ist ganz laessig. Montags ist lang, 7 bis 16:30, Donnerstags habe ich dafuer ganz frei. Das laesst sich doch sehen. :)

Freitag, 3. September 2010

Nun in langer Form :)

Holá!

Ich sitze gerade in meinem neuen Zimmer und hoere dem vor sich hin plätschernden Regen zu. Wenn man ohne auf die Uhr zu gucken wissen will, wie spät es ist, dann beachtet man einfach den Regen, denn der setzt um Punkt 12 ein. Aber was kann einem denn ein bisschen Nasses von oben schon? Na gut, unsere Straße – nein halt, unser Sandweg mit Huckelpiste, schlimmer als jeder Waldpfad – ist komplett überspült und ein reißender Fluss ab mittags, aber die Taxis kommen trotzdem durch. Die kosten für die Fahrt in die Stadt (ca. 10 Min.) genau 1,40 €.

Mir geht es sehr gut. Meine Gastmama ist äußerst nett, Mercedes kümmert sich super um die Freiwilligen. Es ist nicht wirklich eine familiäre Bindung, dafür gibt’s um so mehr zu essen und dagegen ist ja auch nichts einzuwenden. Ihre Tochter, Flor, hat scheinbar nach ihrer in San José gescheiterten Ehe ein kleines Problem mit Männern, würdigt mich deshalb auch keines Blickes und spricht nur mit meinen Mitbewohnerinnen. Gibt jedoch schlimmeres, nett ist diese Flor nicht gerade. Der Hund, Princesa, hat einen gewaltigen Knall. Es ist der erste Hund, den ich sehe, der von wirklich niemandem außer Mercedes gestreichelt werden will. Seine Antipathie zeigt diese sympathische Hündin durch lautstarkes Geknurre oder gerne auch Schnappen. Einfach ignorieren. Meine drei Mitbewohnerinnen sind jedoch super nett, mit Daniela und Anna sowie Morten aus DK und ein paar anderen Freiwilligen besuchen wir am Wochenende 2 Nationalparks. Davon gibt es dann auch hoffentlich Bilder :).

Das Land ist genial Alle sind super drauf (Pura Vida, Pura Vida, Pura Vida) und sofort freundlich. Gleich gehe ich zum ersten mal zu meiner neuen Arbeit. Ich werde an 2 Schulen unterrichten. Eine heißt Assuncion und ist in Liberia. Die andere ist in Canas Dulces, ca. 30 Minuten entfernt. Ich werd immer 3 Tage an einer und 2 Tage an der anderen Schule arbeiten. Ab 17.9. übernehme ich noch eine Community Class von Anna, die dann 2 Wochen Urlaub hat. Da unterrichtet man dann zum Beispiel Banker, die für ihre Arbeit das Englisch brauchen. Danach richtet mir Victor (einer der Supervisor) meinen eigenen Kurs ein, den ich dann 2 mal die Woche abends unterrichte.

Das Essen hier ist eine Wucht. Hätte niemals gedacht, dass Bohnen so lecker sein können. Heute gab es Reis mit Thunfisch und es gibt immer einen super leckeren Salat dazu. Morgens gibt es frische Papaya und anderes Obst, auch total genial.
Mit dem Spanisch ist es noch holperig, die sprechen hier alle viel zu schnell, verstehen mich aber wenn ich ihnen antworte. Das stimmt optimistisch!
Ansonsten habe ich mich eingerichtet. Mein Nachttisch und meine Wand ist mit Erinnerungen an zuhause bestückt, meine Boxen spielen die altbewährte Musik und der Ventilator klimatisiert mein Zimmer, damit bei durchschnittlich 32 Grad zumindest ein bisschen Wind weht.

Nun werde ich in die Stadt gehen, mich fürs Wochenende mit Proviant rüsten und zur Schule fahren. Ich hoffe allen geht es gut. Ich schreib hier jetzt auch schon mal die Adresse hin, an die Post für mich am besten gesendet werden kann. Hier gibt es an den Häusern nämlich keine Hausnummern oder Briefkästen – wäre auch unnötig denn Straßennamen haben die Ticos auch keine ^^. Hier die Adresse:

Soeren Riedmann
c/o Projects Abroad
P.O. Box 273-5000, Liberia, Guanacaste, Costa Rica
150 metros Este de la Municipalidad de Liberia,
Liberia, Guanacaste

Ich verbleibe mit den besten Wünschen,
hasta luego,
Soeren
PURA VIDA!

Donnerstag, 2. September 2010

Ich bin dann mal da!

Ich bin angekommen! 20 Stunden Flugreise und 5 Stunden Busfahrt spaeter. Ich bin dabei auf zahlreiche unfaehige Fugbegleiter gestossen (aus "The journez will take 8 hours today" wurde in der deutschen Uebersetzung der Flugbegleiterin "Wir sind 8 Stunden zu spaet"). Der Flug nach San Jose war grausam. Nur Geruckel, dummer SItznachbar, keine Filme, unschoen. Ich bin bei Mercedes nicht alleine, sondern mit 3 deutschen Maedchen. Die sind alle super nett. Mercedes ist mehr ne Herbergsmama als ne Gastmama, aber dafuer hat man viele Freiheiten. Das funktioniert schon. Meine Name ist eine einzige Herausforderung. Ich kenne jetzt die Aussprachen: Jorjen (Mercedes), Sarren (Victor, so ein Supervisor) und - ja, sie lebt noch - Soean (Anna aus Hessen).
Morgen werde ich in die Stadt und die Schule eingefuehrt. Das wird dann nochmal spannend. Jetzt gibt es gleich das erste costa-ricanische Abendessen, deswegen nur ein flotter Post. Ich hoffe ich kann irgendwie mal Fotos zeigen. Problem: Mein Laptopstecker passt nicht in den Adapter fuer die Steckdose. Dumm gelaufen.
Quintessenz: Mir geht es gut, ich hab Leute kennengelernt, das Land ist wudnerschoen und ich bekomme was zu essen. Schnellstmeglich gibts dann mehr INformationen.
Mit den besten Gruessen, Soeren!
Pura Vida! (Kann man hier irgendwie immer sagen^^!)

Dienstag, 31. August 2010

Dann mal los!

Ich werd dann wohl mal den Postkarten-Ratschlag, den ich sowohl von Sarah, als auch von Zarah und Max erhalten habe, beherzigen (Geh doch!) und mich dann mal verpieseln. Morgen zumindest. Momentan lausche ich der genialen Musikzusammenstellung von Felix und bewundere Sarahs Frosch-Schutzengel, wohlgemerkt ein Frosch mit Flügeln! :D

Noch einmal vielen Dank für alles. Da ich mir nicht genau gemerkt habe, welche Briefe ich jetzt vor und welche während der Reise lesen soll, habe ich sie einfach alle im Handgepäck verstaut. Ich will ja auch nicht schon vor der Reise zuuuu sehr emotionalisiert werden.

Gepackt habe ich inzwischen. Schade nur, dass man sowieso weiß: Irgendwas fehlt. Und vermutlich wirds mir auch nicht mehr einfallen und es gibt schlimmeres. Gewiss ist außerdem, dass ich heute Nacht nicht schlafen werde. Geht denke ich mal einfach nicht. Zu nervös. Aber dafür werd ich ganz viel essen, das nächtliche TV-Programm in Deutschland nochmal genießen und über dies und jenes nachdenken.

Sobald ich in der neuen Heimat eine Internetmöglichkeit habe, werde ich hoffentlich von einer sicheren und entspannten Reise berichten.

Bis dahin! Hasta luego!

Freitag, 27. August 2010

Langsam wird's ernst..!

Die Wachmacher vom NTSV
Nachdem der traurige Abschied von Nico nun 2 Tage her ist, wird es für mich auch langsam ernst. Die Zeit wird irgendwie immer weniger und so komisch das klingt, es überrascht doch ein wenig. Würden sich einige Dinge von selbst erledigen wäre das gar nicht so schlimm, aber falsch gedacht, so läuft das nicht.Heute abend gehe ich zum letzten Mal zum Training mit den Kleinen und auch wenn das nicht immer nur Spaß war (morgens um 8 Uhr am Sachsenweg...), werde ich die Jungs doch irgendwie vermissen. 3 Jahre gehen auch nicht spurlos an einem vorbei. Doch daran muss ich mich jetzt gewöhnen, Abschiede warten noch genug.
Das Layout dieses herrlichen Produkts der medial-globalen Welt werde ich wohl noch aufpeppen müssen, denn momentan sieht es bescheiden - nein halt, doch eher beschissen - aus. Aber das wird mit der Zeit.

Bis dahin meine Lieben!