Freitag, 3. September 2010

Nun in langer Form :)

Holá!

Ich sitze gerade in meinem neuen Zimmer und hoere dem vor sich hin plätschernden Regen zu. Wenn man ohne auf die Uhr zu gucken wissen will, wie spät es ist, dann beachtet man einfach den Regen, denn der setzt um Punkt 12 ein. Aber was kann einem denn ein bisschen Nasses von oben schon? Na gut, unsere Straße – nein halt, unser Sandweg mit Huckelpiste, schlimmer als jeder Waldpfad – ist komplett überspült und ein reißender Fluss ab mittags, aber die Taxis kommen trotzdem durch. Die kosten für die Fahrt in die Stadt (ca. 10 Min.) genau 1,40 €.

Mir geht es sehr gut. Meine Gastmama ist äußerst nett, Mercedes kümmert sich super um die Freiwilligen. Es ist nicht wirklich eine familiäre Bindung, dafür gibt’s um so mehr zu essen und dagegen ist ja auch nichts einzuwenden. Ihre Tochter, Flor, hat scheinbar nach ihrer in San José gescheiterten Ehe ein kleines Problem mit Männern, würdigt mich deshalb auch keines Blickes und spricht nur mit meinen Mitbewohnerinnen. Gibt jedoch schlimmeres, nett ist diese Flor nicht gerade. Der Hund, Princesa, hat einen gewaltigen Knall. Es ist der erste Hund, den ich sehe, der von wirklich niemandem außer Mercedes gestreichelt werden will. Seine Antipathie zeigt diese sympathische Hündin durch lautstarkes Geknurre oder gerne auch Schnappen. Einfach ignorieren. Meine drei Mitbewohnerinnen sind jedoch super nett, mit Daniela und Anna sowie Morten aus DK und ein paar anderen Freiwilligen besuchen wir am Wochenende 2 Nationalparks. Davon gibt es dann auch hoffentlich Bilder :).

Das Land ist genial Alle sind super drauf (Pura Vida, Pura Vida, Pura Vida) und sofort freundlich. Gleich gehe ich zum ersten mal zu meiner neuen Arbeit. Ich werde an 2 Schulen unterrichten. Eine heißt Assuncion und ist in Liberia. Die andere ist in Canas Dulces, ca. 30 Minuten entfernt. Ich werd immer 3 Tage an einer und 2 Tage an der anderen Schule arbeiten. Ab 17.9. übernehme ich noch eine Community Class von Anna, die dann 2 Wochen Urlaub hat. Da unterrichtet man dann zum Beispiel Banker, die für ihre Arbeit das Englisch brauchen. Danach richtet mir Victor (einer der Supervisor) meinen eigenen Kurs ein, den ich dann 2 mal die Woche abends unterrichte.

Das Essen hier ist eine Wucht. Hätte niemals gedacht, dass Bohnen so lecker sein können. Heute gab es Reis mit Thunfisch und es gibt immer einen super leckeren Salat dazu. Morgens gibt es frische Papaya und anderes Obst, auch total genial.
Mit dem Spanisch ist es noch holperig, die sprechen hier alle viel zu schnell, verstehen mich aber wenn ich ihnen antworte. Das stimmt optimistisch!
Ansonsten habe ich mich eingerichtet. Mein Nachttisch und meine Wand ist mit Erinnerungen an zuhause bestückt, meine Boxen spielen die altbewährte Musik und der Ventilator klimatisiert mein Zimmer, damit bei durchschnittlich 32 Grad zumindest ein bisschen Wind weht.

Nun werde ich in die Stadt gehen, mich fürs Wochenende mit Proviant rüsten und zur Schule fahren. Ich hoffe allen geht es gut. Ich schreib hier jetzt auch schon mal die Adresse hin, an die Post für mich am besten gesendet werden kann. Hier gibt es an den Häusern nämlich keine Hausnummern oder Briefkästen – wäre auch unnötig denn Straßennamen haben die Ticos auch keine ^^. Hier die Adresse:

Soeren Riedmann
c/o Projects Abroad
P.O. Box 273-5000, Liberia, Guanacaste, Costa Rica
150 metros Este de la Municipalidad de Liberia,
Liberia, Guanacaste

Ich verbleibe mit den besten Wünschen,
hasta luego,
Soeren
PURA VIDA!

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